1. PHILOSOPHIE DER STUDIENSTIFTUNG

      Studienzeit ist Prägezeit. Hier entsteht ein Teil der 1500 Gottesdienste, 2300 Stunden Konfirmandenunterricht, 800 Beerdigungen und 200 Trauungen, die ein Pfarrer halten wird, sowie ungefähr 1000 Mitarbeiterstunden, mehr als 5000 persönliche Gespräche, die er führen und etliche Evangelisationen, die er in seiner Gemeinde vielleicht anstoßen wird…

       

      Eine unglaubliche Chance! Gleichzeitig  stehen wir in einem tiefen Umbruch. Seit langem erleben wir den Verlust der Gewissheiten.

       

      Was lernen die Studenten und was werden sie den Menschen später sagen?

       

      Das ist das Arbeitsfeld der Bodelschwingh Studienstiftung. Wir möchten einen selbständigen, mündigen Glauben von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern fördern. Deshalb unterstützt die Studienstiftung einerseits Theologiestudenten darin, auch im Studium dem Herrn Jesus Christus nachzufolgen und seinem Wort zu vertrauen, um es Gemeinden und Schülern später glaubwürdig weitergeben zu können. Andererseits bietet die Studienstiftung gemeinsam mit dem Geistlichen Rüstzentrum Krelingen ein Ausbildungsprogramm für ehrenamtliche Mitarbeiter in Gemeinden und Kirchen an.

       

      So begleitet die Studienstiftung Theologie-Studenten, die sich auf das Pfarramt oder Lehramt vorbereiten, in ihrem Studium an der Universität, fördert sie in der gründlichen akademischen Arbeit, unterstützt sie in der Klärung der wissenschaftlichen Grundlagen und ermöglicht den Austausch über die Fragen, die das Theologiestudium aufwirft. Die Studenten erleben die Anfechtung in der Theologie und müssen den Weg für ihr Denken im Glauben selbst gehen. Die Studienstiftung ist da, wo die Krise ist. Mit verschiedenen Angeboten begleiten wir die Ausbildung künftiger Pfarrer und Lehrer, die die Krise der Theologie erleben und helfen ihnen, sie zu überwinden. Dabei sind nahezu alle Initiativen der Studienstiftung von Studenten ausgegangen und werden bis heute von ihnen verantwortet.

       

      Wir sind eine Stiftung – das heißt: Wir leben von den Gaben unserer Freunde und Gemeinden. Wir sind ein Werk innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland, erhalten aber weder von ihr noch vom Staat finanzielle Zuwendungen. Wir sind auf Ihre Unterstützung angewiesen.

       

       

      GESCHICHTE DER STUDIENSTIFTUNG

      Friedrich von Bodelschwingh hat in großer Unabhängigkeit von Trends und Mainstreams seiner Zeit das Wesentliche der Kirche, in der er wirkte, im Blick behalten und nachhaltig umgesetzt: Glaube muss im Leben ankommen. Bethel, die Stadt der Kranken und Armen, ist bis heute eine der weltweit größten diakonischen Einrichtungen und verbindet Glauben mit praktischer Liebe. Und Glaube muss am Leben bleiben. Deshalb gründete er eine theologische Hochschule zur Ausbildung angehender Pfarrer. Er tat das auch gegen energischen Widerstand der damaligen Universitäten und Kirchenleitungen. Aber er tat es, um mitten in der Krise von Theologie und Kirche eine im Vertrauen auf die Heilige Schrift gegründete Ausbildung zu ermöglichen. Sein Name ist deshalb so etwas wie Programm für unsere Arbeit, eine Verbindung zu den von Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel besteht nicht.

      Die Studienstiftung entstand aus einer Frage: „Wie können wir verantwortlich Theologie studieren?“ – keine Frage von außen, sondern von Betroffenen: Studenten. Die Studienstiftung hat deshalb von Anfang an einen studentischen Charakter. Es begann mit der WG „Themelios“ in Marburg-Wehrda, 6 Studenten, die sich regelmäßig zu theologischer Arbeit, Diskussion und zum Beten trafen. 1989 zogen sie und weitere Studenten in die Schwanallee 53, ein ehemaliges Kinderheim, das das Diakonissenmutterhaus „Hebron“ ihnen vermietete. Nun gab es ein Haus mit 17 Zimmern und Räumen für Seminare, Bibliothek, Archiv und die Einrichtung einer kleinen Kapelle. 2004 hat die Studienstiftung das Haus gekauft. Inzwischen hat es eine Grundrenovierung erfahren und jetzt Platz für 20 Studenten.

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