1. 09.03.2019

      ProChrist-Evangelist: Historisch-kritische Bibelauslegung zerstört Grundlagen des Glaubens

      Die historisch-kritische Methode der Bibelauslegung zerstört die Grundlagen des christlichen Glaubens. Diese Ansicht vertrat der Evangelist und Vorsitzende des Netzwerks „Bibel und Bekenntnis“, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel), am 6. März bei einem Vortrag in dem katholischen Zentrum „Maxhaus“ in Düsseldorf. Es sei das größte Problem der Kirche, dass zentrale Glaubensaussagen an vielen Stellen bestritten würden, sagte Parzany vor 120 Zuhörern. So werde die Autorität der Bibel als Wort Gottes oft nicht anerkannt. Darüber hinaus seien viele Kirchenvertreter nicht mehr der Ansicht, dass Jesus Christus der einzige Weg zum Heil sei. Sie stellten auch infrage, dass Gott die Welt durch den Kreuzestod und die Auferstehung Jesu mit sich versöhnt habe. Die historisch-kritische Bibelauslegung, die seit dem 19. Jahrhundert an evangelisch-theologischen Fakultäten gelehrt wird, habe dieser Entwicklung den Boden bereitet, so Parzany. Nach dieser Methode werde etwa Gottes Reden und Handeln nicht als historische Tatsache angesehen. Das Gleiche gelte für zentrale Aussagen über das Leben und die Lehre Jesu. So würden die Berichte über die Jungfrauengeburt, die Wunderheilungen und die Auferstehung als Legenden abgetan. Viele Jesus-Worte, die in den Evangelien überliefert sind, würden als „unecht“ verworfen. Bei der Auslegung der Bibel müsse aber das Ziel sein, die „göttliche Offenbarung an keiner Stelle vorschnell und vorlaut zu beschneiden“. Deshalb müssten die Kirchen die Gebote der Bibel wieder als gültigen Maßstab für Glauben und Leben aller Christen anerkennen. Kritik übte Parzany in diesem Zusammenhang an der Praxis der meisten Landeskirchen, gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu segnen oder zu trauen. Zur Offenbarung Gottes gehöre auch „die Gottebenbildlichkeit des Menschen mit der Polarität und Gemeinschaft von Mann und Frau“. (idea)

       

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